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Vortrag / Presentation „Post-Ost-Pride“

Juni 1 @ 18:00 - 20:00

Vortrag: Post-Ost-Pride: Sexualität und post-sowjetische Migration in Deutschland
von Daniel Heinz

Serien wie Heated Rivalry verbreiten im westlichen Publikum eine Fetischisierung des sexuell und kulturell Anderen – schwule Männer aus dem post-sowjetischen Raum werden begehrt, aber nicht geschützt. Dieses Paradox steht im Mittelpunkt des Vortrags: Westliches Interesse an queerer Unterdrückung in Russland produziert Empathie und Fantasie, aber kein politisches Happy End – und schon gar kein Asyl. Daniel Heinz beleuchtet, wie queere Existenz im post-sowjetischen Kontext gleich mehrfach unter Druck gerät: durch (Rechts-)Diskurse und politische Machtkämpfe in Russland, Ukraine oder Kasachstan, durch eine Denormalisierung queeren Lebens auch in Deutschland und durch ein Asylsystem, das sexuelle Verfolgung kaum anerkennt. Gleichzeitig fragt der Vortrag, welche transnationalen Netzwerke und Selbstorganisationen entstehen – jenseits westlicher Rettungsnarrative.

Daniel Heinz ist Doktorand am Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück und forscht im Sonderforschungsbereich „Produktion von Migration“ (SFB 1604). Er ist Geschäftsführer der politischen Bildungsorganisation pbb – Postmigrantische Bildung und Beratung gUG (Berlin) und aktiv im Durakollektiv (er/ihn).

Im Rahmen des festival contre le racisme 2026. Das gesamte Programm ist hier einsehbar.

Informationen zum Raum und Barrieren hier.

Details

  • Datum: Juni 1
  • Zeit:
    18:00 - 20:00
  • Veranstaltungskategorie:

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