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Vortrag: Homophobie und queere Protestkultur in Polen ab 1980

Dezember 8 @ 19:00 - 21:00

Visualisierungen des Politischen – Homophobie und queere Protestkultur in Polen ab 1980
 
Homophober Hass in Polen wird durch Plakate, Piktogramme, Graffiti und weitere Bildtypen nationalistischer, rechtsradikaler und katholisch-fundamentalistischer Bewegungen propagiert. Durch das Internet sowie Straßenproteste finden diese homophoben Bilder Verbreitung im digitalen und urbanen Raum. Damit haben sie fundamentalen Einfluss auf Polens visuelle Kultur. In ihrem Vortrag untersucht Julia Austermann exemplarisch polnische Text- und Bildkonvolute vor und nach 1989, die Auskunft geben über Homophobie sowie deren Sichtbarmachung und Bekämpfung. Im Mittelpunkt stehen die Analyse der Produktion dieser Bilder, des Umgangs mit ihnen sowie die damit verbundenen Emotionalisierungstechniken. Gleichzeitig werden auch ästhetische Gegenstrategien – die queeren Interventionen gegen Homophobie in den Blick genommen.
 
Julia Austermann, geb. 1987, war als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl Mediengeschichte/Visuelle Kultur von Prof. Dr. Susanne Regener an der Universität Siegen beschäftigt und schloss 2020 ihre Promotion zu Homophobie und der queeren Protestkultur in Polen ab. Als Forschungsstipendiatin war sie 2015 und 2016 am Deutschen Historischen Institut Warschau tätig. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Visual Cultural Studies, Theorie und Geschichte der Fotografie sowie Gender und Queer Theory. Aktuell arbeitet Julia Austermann als Managerin für strategische Qualitätsprojekte im Zentralen Akademischen Qualitätsmanagement der IU Internationalen Hochschule.
 
Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe gesellschaft*macht*geschlecht.

Details

Datum:
Dezember 8
Zeit:
19:00 - 21:00
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Raum A (Anglistik)
Regina-Pacis-Weg 5
Bonn, 53113
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